News 2024
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Dezember 2024 – Das Bindungbsbrett als Mentalisierungsinstrument:
Mentalisieren bezeichnet die Fähigkeit, das eigene Verhalten sowie das Verhalten anderer auf innere mentale Zustände wie Gedanken, Gefühle, Wünsche, Absichten oder Überzeugungen zurückzuführen. Dies ist eine der zentralen Voraussetzungen, um Bindungssicherheit zu fördern.
In der eben erschienenen erweiterten Neuauflage des lesenswerten Standardwerks Mentalisieren mit Kindern und Jugendlichen, wird das Bindungsbrett als Praxis-Methode empfohlen: „Das Bindungsbrett von Lothar Steinke stellt ein innovatives Hilfsmittel für Diagnostik und Therapie gerade von Bindungs- und Mentalisierungsneigungen dar und … lässt sich bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen anwenden“ (S. 148).
Das freut und lässt mich mentalisieren: „Gehören auch Deine Klient:innen – und vielleicht auch Du selbst – zu jenen, die mit Augen und Händen besser denken und fühlen können?“ Dann wäre wohl eine Kombi-Anschaffung angezeigt: Bindungsbrett plus
Diez Grieser, Maria Teresa & Müller, Roland (2024). Mentalisieren mit Kindern und Jugendlichen. Klett-Cotta. ISBN 978-3-608-96620-6.
November 2024 – Vortrag und Poster am Schulpsychologie-Kongress in Biel:
Der 3. Schulpsychologie-Kongress im November war wieder ein wichtiger Fixpunkt für mich. Am 1. Kongress 2017 entwarfen wir vom Schweizerischen Verband für Kinder- und Jugendpsychologie SKJP die Konzepte für die noch heute laufenden Weiterbildungen zum Thema Bindung mit Prof. Henri Julius. Während des ersten Weiterbildungszyklus‘ entwickelte ich das Bindungsbrett, welches am 2. Kongress 2021 erstmals einem grossen Live-Publikum präsentiert werden konnte. Dieses Jahr durfte ich zum Thema Lernen referieren – oder in Bindungsvokabular gesprochen, zu Exploration. Erkundungsverhalten ist für die Schule sehr wichtig und wird neben Bindungsthemen oft unterschätzt. Mit dem Bindungsbrett lassen sich auch kritischen Aspekte des Explorationsverhalten sehr anschaulich bearbeiten. Gelingende Stressregulation durch Lehrpersonen bei Lernthemen kann Kindern, die keine sichere Beziehungen kennen, kleine Erfahrungen vertrauensbildender Co-Regulation ermöglichen, zumindest in einem Teilbereich ihres Lebens. So lässt sich ein Türspalt Richtung Sicherheit öffnen.
Oktober 2024 – Gast-Workshop an der Universität Würzburg:
Auf Einladung der AG Diagnostik des Instituts für Sonderpädagogik konnte ich einen Workshop-Halbtag zum Bindungsbrett gestalten. Das Format war offen für Studierende wie für Lehrende, was für ein breites Spektrum von Fragen und angeregte Diskussionen sorgte.
Der Kontakt entstand über Dr. Pierre Walther, im Rahmen der Masterarbeiten zum Bindungsbrett an der PH Luzern. Da wird der von ihm entwickelte Fragebogen für Lehrkräfte zu bindungsrelevantem Schülerverhalten BinLe eingesetzt. Ich freue mich über eine weitere Zusammenarbeit mit der Universität Würzburg!
Oktober 2024 – Start der Datenerhebung MA SHP an der PHLU:
17 Studierende in Schulischer Heilpädagogik schreiben ihre Masterabeit im Rahmen einer grösseren Studie zum Bindungsbrett. Im Vorfeld entwickleten sie Lektionenpläne und Methoden, um das Bindungsbrett in der Arbeit mit Schüler:innen der 1. bis 9. Schulklasse einzusetzen.
Während der Durchführungsphase wurde das Verhalten der einbezogenen Kinder mittels direkter Verhaltensbeobachtung der Klassenlehrperson erfasst. ergänzend kamen Fragebögen zur Lehrperson-Schüler:in-Beziehung zum Einsatz. Bei ausgewählten Kindern wurden zudem Sprachanalysen durchgeführt, um die Auswirlkungen auf deren Emotionsvokabular zu untersuchen. Die Auswertungsphase ist für Januar bis März 2025 geplant.
September 2024 – Tageskurs PH Luzern: Bindungsorientierte Haltung im Schulalltag
In diesem Kurs, der sich an Klassen und Förder-Lehrpersonen richtete, vermittelte Ursina Marti, Schulpsychologin in Ebikon, das Grundlagenwissen zum Thema «Bindung» und wie man sich sensibilisieren kann, die Bindungssignale eines Kindes zu erkennen und interpretieren. Darauf aufbauend konnte ich den Einsatz des «Bindungsbretts» im pädagogischen Kontext vorstellen.
September 2024 – Das Bindungsbrett im sozialarbeiterischen und sozialpädagogischen Kontext:
Das Institut kompetenzhoch3.ch ist ein Kompetenzzentrum für die Entwicklung, Implementierung und Evaluation von wirksamen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien. Das Institut entwickelt Handlungsmodelle und Programme – sogenannte Methodiken – auf der Basis der Kompetenzorientierung. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Leistungserbringern der Kinder- und Jugendhilfe und des Bildungssystems, wie z.B. Fachstellen für die aufsuchende Familienarbeit (KOFA-Konzept), Jugend- und Familienberatungsstellen, stationären Einrichtungen, Jugendanwaltschaften und wird ergänzt mit einem schweizweiten Beratungs- und Weiterbildungsangebot.
Es freut mich, dass ich für einen ganztägigen Workshop eingeladen wurde. Er fand am Di 10.09.2024 im Areal Löwenbräu in Zürich statt und zeigte die gute Integrierbarkeit des Bindungsbretts im sozialpädagogisch-sozialarbeiterischen Umfeld. To be continued.
August 2024 – Das Bindungsbrett im Suchtkontext:
Ein besonderer Schwerpunkt der Quellenhof-Stiftung liegt in der stationären Therapie bei Suchterkrankungen. Im Rahmen meiner Zusammenarbeit mit den KOSS/KOFA-Entwicklern von kompetenzhoch3 hatte ich kürzlich die Gelegenheit, das Team der Therapiestelle in Dinhard bei Winterthur in die Arbeit mit dem Bindungsbrett einzuführen.
Wir haben mehrere zentrale Anwendungen fokussiert:
1. Coaching: Einsatz des Bindungsbretts als unterstützendes Werkzeug in Gesprächen mit Klient:innen , sowohl in Alltags- und Konfliktsituationen als auch bei der Aufarbeitung belasteter Beziehungs- und Familiengeschichten.
2. Intervision: Zur Analyse konkreter Situationen und zur Generierung von Hypothesen über zugrundeliegende Reaktionsmuster und Bedürfnisse.
3. Selbstreflexion: Förderung der Selbstreflexion der Mitarbeitenden, insbesondere in Bezug auf herausfordernde Situationen, und das Erkennen von Möglichkeiten, als Emotions-Co-Regulationsfigur im Stress wirksam zu werden..
Ein herzlicher Dank geht an Remo Pfister und sein Team für diesen offenen und angeregten Tag, der auch mir neue Einsichten eröffnete, wie das Bindungsbrett im Kontext von Alkohol- und Drogenabhängigkeit, Standfestigkeit und Rückfall, sowie im Beziehungsaufbau und -abbruch eingesetzt werden kann.
Juli 2024 – Bindungsbrett-Workshop in Kigali, Ruanda:
In diesem Sommer hatten meine Frau und ich die Gelegenheit, unsere Tochter und unseren Schwiegersohn zu besuchen, die seit einem Jahr in Kigali leben. Wunderschöne Seen, ein beeindruckender Regenwald und eine Safari, bei der man den Tieren ganz nahe kommt, waren die touristischen Highlights. Das Beste jedoch war, zu sehen, wie sie sich in ihrer Arbeit eingelebt haben—meine Tochter als Psychotherapeutin bei SolidMinds (solidminds.rw) und ihr Mann in der Finanzierung nachhaltiger Kaffeebauern mit Fair Capital (faircapital.ch)—und wie gut sie privat in einem lebendigen Kreis junger lokaler Unternehmer, Musiker und Künstler eingebunden sind.
Während meines Besuchs hatte ich das Privileg, gemeinsam mit meiner Tochter Carole einen Workshop zu veranstalten, an dem Psychologen, Psychiater, psychiatrische Pflegekräfte und Sozialarbeiter aus psychotherapeutischen Praxen, den psychiatrischen Abteilungen von Lehrkrankenhäusern und dem Genocide Survivors Fund teilnahmen. Wie in all meinen Workshops waren die Teilnehmer angehalten, das BondingBoard praktisch auf ihre eigenen Fallbeispiele anzuwenden. Hier bedeutete dies, das Leben von Tätern und Opfern von Gewalt, Familien, die mit Stigmatisierung und interner Ausgrenzung kämpfen, zu visualisieren; und von Kindern aus Vergewaltigungen, die sich als 30-jährige körperliche Erinnerungen an einen unbekannten Täter fühlen und wünschten, sie wären nie geboren worden. Es bedeutete, Wege von Vertreibung und blossem Überleben hin zu Heilung und sogar Versöhnung zu zeichnen. Der Workshop verdeutlichte, dass Emotionen und Beziehungen der Schlüssel zu allen menschlichen Erfahrungen sind. Die Visualisierung innerer Prozesse mit dem Board und seinen Figuren passt sich an vielfältige gesellschaftliche und familiäre Kulturen und jede persönliche Geschichte an und kann helfen, Trauma, individuelle Reaktionen und transgenerationelles Leiden zu verstehen.
Vielen Dank an die ruandischen Therapeut;innen, die Einblicke in ihre herausfordernde, aber hoffnungsvolle Arbeit gegeben haben. Und vielleicht auch ein Dankeschön an Sie, liebe Lesende: In Ruanda wird das BondingBoard zum halben Preis angeboten. Mit einer Spende von 50.- können Sie eine Box noch zugänglicher machen, indem Sie ihren Preis auf ein Viertel reduzieren. Besuchen Sie bondingboard.com/shop für weitere Details.
Juli 2024 – Das Bindungsbrett wird als Mentalisierungsinstrument empfohlen:
In der eben erschienenen erweiterten Neuauflage des lesenswerten Standardwerks Mentalisieren mit Kindern und Jugendlichen, wird das Bindungsbrett als Praxis-Methode hervorgehoben: „Das Bindungsbrett von Lothar Steinke stellt ein innovatives Hilfsmittel für Diagnostik und Therapie gerade von Bindungs- und Mentalisierungsneigungen dar und … lässt sich bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen anwenden“ (S. 148). Das freut und lässt mich mentalisieren: „Gehören auch Deine/Ihre Klient:innen – und vielleicht auch Du/Sie selbst – zu jenen, die manchmal mit Augen und Händen besser denken und fühlen können?“ Dann wäre wohl eine Kombi-Anschaffung angezeigt: Bindungsbrett plus …
Diez Grieser, Maria Teresa & Müller, Roland (2024). Mentalisieren mit Kindern und Jugendlichen. Klett-Cotta. ISBN 978-3-608-96620-6.
Juni 2024 – Vortrag und Poster auf der ESE-Tagung an der Freien Universität Berlin:
Für die vom 30.Mai bis zum 1.Juni 2024 abgehaltene 16. Konferenz der Dozierenden im Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung in Berlin wurden zwei Einreichungen im Zusammenhang mit dem Bindungsbrett angenommen.
Gemeinsam mit den Studienverantwortlichen der PH Luzern, Dr. Cécile Tschopp und Dr. Robert Langnickel, zeigten wir in einer Posterpräsentation – mit integriertem magnetischem Bindungsbrett – den aktuellen Stand der laufenden Interventionsstudie an der PH Luzern auf. Die Arbeiten der 17 Master-Studierenden befinden sich im Konzeptstadium, und der Rahmen, wie sie in die übergreifende Studie integriert werden, ist festgelegt. Nun werden wir die hilfreichen Rückmeldungen der Konferenzteilnehmenden in die Feinabstimmung einfliessen lassen.
In einem Vortrag konnten wir überdies darlegen, wie das Bindungsbrett und seine weiteren Tools im Kontext der Lehrerinnen- und Lehrerbildung eingesetzt werden können. In der nachfolgenden Diskussion erhielten wir wertvolle Anregungen zur Weiterentwicklung und es ergaben sich einige Kontakte, die dem Bindungsbrett den Sprung an Universitäten im ‚grossen Kanton‘ ermöglichen werden.
Fazit: In den Hörsälen und Kursräumen neben der berühmten Bibliothek von Norman Foster – die der Form eines Gehirns nachempfunden ist – haben Gehirne erfolgreich über Emotionen und Verhalten, die in Gehirnen entstehen, debattiert!
Danke Berlin!
Mai 2024 – Netzwerk Bindung:
Der Verein Netzwerk Bindung, bei welchem ich Gründungsmitglied bin, stellt seine neue Homepage vor. Er widmet sich als interdisziplinäre Plattform der Förderung von Bindungssicherheit in verschiedenen Lebensbereichen. Die Gründungsmitglieder decken das erstrebte multiprofessionelle Spektrum ab: Es reicht von Psychologie und Psychotherapie über Psychomotorik-Therapie, Sozialarbeit/Sozialpädagogik und Pädagogik/Heilpädagogik bis zur Geburtshilfe. Was wir Mitgliedern bieten:
1. Fachwissen und Weiterbildung: In einem ersten Projekt stellen wir aktuelle Fachinformationen, Materialien und Links für die bindungsorientierte Arbeit bereit. Dann planen und berichten wir über spezialisierte Veranstaltungen und Weiterbildungen, zu welchen unsere Mitglieder vergünstigten Zugang erhalten werden.
2. Interdisziplinärer Austausch: Unser Netzwerk bietet eine einzigartige Plattform für den Austausch mit Fachpersonen verschiedener Disziplinen. Jedes Mitglied trägt zur Vielfältigkeit und Interdisziplinarität bei und ermöglicht so einen reichhaltigen Wissensaustausch, der in Themengruppen oder individuellen Kontakten stattfinden kann.
3. Projekte und Ressourcen: Mitglieder haben die Möglichkeit, Anregungen einzugeben und an der Entwicklung und Realisierung verschiedener Projekte teilzuhaben, indem Sie Teil des Netzwerkes sind und den Verein durch ihren Beitrag finanziell unterstützen.
Wer kann Mitglied werden? Alle, die mit dem Thema Bindung fachlich in Berührung kommen. Neben Einzelpersonen sind auch Institutionen oder Dienststellen angesprochen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine juristische Person im eigentlichen Sinne handelt. Ein Verband X kann ebenso beitreten, wie eine Dienststelle Y oder ein Team Z.
Der Verein wurde vorerst mit Fokus auf die Schweiz gegründet. Bindung funktioniert jedoch international und Netzwerke sind da, um sich zu entwickeln, deshalb sind auch Interessierte aus anderen Ländern herzlich willkommen!
Vorstand und Geschäftsleitung: Aleksandra Bratic Grunauer, Stefania Calabrese, Irina Kammerer, Philipp Ramming, Martina Rufer, Lothar Steinke, Laura Thrier, Christin Tlach
https://netzwerkbindung.ch
Mai 2024 – Von Diagnosen zu Dialogen:
So lautete der Titel der Festrede, die ich anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums des Schulpsychologischen Dienstes in Sursee im Kanton Luzern, halten durfte. Sie beleuchtete Geschichte wie Zukunft. Die Geschichte der Schule, die sich in dieser Zeit vom Homogenisieren und Separieren zum Individualisieren und Integrieren gewandelt hatte, worauf die Schulpsychologie reagierte, indem sie neben der Diagnostik, die immer wichtig blieb, das systemische Denken und die dialogische Lösungsfindung setzte.
Die Zukunft dieses Zusammenspiels skizzierte ich mit dem Bindungsbrett. Die neue Schule will ihre Autorität nicht mehr aus dem Status schöpfen, welcher ihr mehr und mehr abhandengekommen ist, sondern aus der Arbeit auf Augenhöhe, aus der Beziehung. Auf dem Bindungsbrett, wo meist zwei Figuren sich im Tanz von Ruhe versus Erregung und Nähe versus Distanz begegnen, wird nämlich deutlich, was es braucht, um diese Zukunft zu erschaffen: Beziehung ist nur möglich oder wird nur wirksam, wenn nicht nur das Kind als Individuum begriffen wird, sondern auch die Lehrperson. Die Kraft einer Persönlichkeit basiert auf Echtheit, neben Stärken und Fähigkeiten also auch auf Fehlern und Schwächen, aus Ecken und Kanten, denn nur mit ihnen ergibt sich ein Bild des Gegenübers, das geglaubt werden kann, das Vertrauen und somit Sicherheit vermittelt.
Es steht also ein Individualisierungs- und Befreiungsprozess der Lehrperson an, der neben der Freiheit, nicht eine idealisierte Norm- oder Perfekt-Person sein zu müssen auch die Verantwortung in sich trägt, sich seiner selbst bewusst zu sein und dieses Selbst teilweise auch kritisch zu betrachten, um es zum Wohle des Kindes einsetzen zu können.
In diesem Prozess kann das Bindungsbrett in der Schule wertvolle Dienste leisten. Es gibt einen sicheren Rahmen für das Gespräch, es ermöglicht Selbst- und Fremdperspektive, es erlaubt dem verbal weniger Gewandten, seine Sicht verständlich zu machen und es erleichtert den Blick auf emotionale Bewegungen, die zu Lösungen – oder in neuen Worten: zur Co-Regulation – führen.
Der Schulpsychologische Dienst kann dies befördern, indem er diesen Themen Raum gibt, die Schulen und Lehrkräfte ermuntert, sich der Herausforderung zu stellen und ihnen und den Eltern Sicherheit vermittelt. Sicherheit, die in der Zuversicht gründet, dass schwierige Situationen nicht primär mit einseitig verantworteten schuladministrativ-chirurgischen Eingriffen, sondern mit emotionsbasierten und sich im Ping-Pong entwickelnden Interventionen bewältigt werden können.
Mai 2024 – Tageskurs: Das Bindungsbrett kennen und anwenden:
Der Kurs vom Samstag, 4. Mai 2024 war offen für Teilnehmende aus allen Berufsgruppen und richtete sich sowohl an Einsteiger:innen, wie auch an Personen, die das Bindungsbrett schon verwenden, aber eine vertiefte Einführung wünschten oder an solche, die es zur professionellen Selbstreflexion oder in der Supervision nutzen möchten. Mit den Branchen Schulsozialarbeit, Sozialpädagogik, Schulpsychologie, Psychotherapie und Figurenspieltherapie kam eine gut Mischung zusammen, was zu einem angeregten Austausch führte. Der Kurs fand wieder in meinem Kunst- und Fasnachtsatelier im gut erreichbaren Emmen statt. In diesem kreativen Umfeld konnte man voll in das Thema eintauchen. Der Schwerpunkt lag auf Praxisbeispielen und Übungen anhand selbst mitgebrachter Fallfragen.
Aktuelle Kursangebote: https://bondingboard.com/kurse
April 2024 – Spenden für Solidminds in Rwanda
Beim Spendenaufruf für die Psychotherapiestelle in Kigali kamen einige Fachmaterialien zusammen: Vom Scenotest und Familienbrett über Raven- und andere Tests bis zum Bindungsbrett natürlich. Auch im Spielzimmer konnten nun die Schubladen mit Spielen, Lego und Playmos befüllt werden. Herzlichen Dank allen Spender:innen! Link: https://solidminds.rw
April 2024 – Maxi-Bindungsbrett an der Hochschule für Heilpädagogik HfH:
Das Bindungsbrett zum Begehen … für 40 Teilnehmer:innen. Im Studiengang Psychomotorik an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik HfH in Zürich, durfte ich im Modul Sozio-emotionale Entwicklung das Thema Bindung praxisbezogen vertiefen. Mit Begeisterung wurde das 10m lange Bindungsbrett genutzt, um sich in die emotionalen Wirrungen der Klient:innen und die Möglichkeiten beziehungsorientierter Arbeit hineinzuversetzen. Die Psychomotorik-Therapie bietet ideale Voraussetzungen, um die beiden Achsen Erregung und Nähe-Distanz nicht nur im reflexiven Gespräch, sondern als direkte Erfahrung therapeutisch zu nutzen. Freude, Wut, Verachtung, Angst und Fürsorge wurden evoziert, als Wirkfaktoren spürbar und auf die Anwendungsmöglichkeiten des Bindungsbretts (oder auch nur des Modells im Hinterkopf) im therapeutischen Kontext übertragen: Anamnese, Therapieplanung, Psychoedukation, Eltern- und Fachpersonengespräche und nicht zuletzt auch die Therapiereflexion mit dem Kind. Danke der ganzen Kursgruppe für diesen engagierten Vormittag!
März 2024 – Bindungsorientierte Interventionskarten:
Die Karten beinhalten eine kompakte Info zu den Bindungsmustern und 26 verhaltens- und emotionsorientierte Massnahmen, die häufig im Schul- und Beratungskontext eingesetzt werden. Dann wird jede Massnahme aus der Optik der Bindungstheorie beleuchtet.
Wie wird die Massnahme auf ambivalent gebundene Schülerinnen und Schüler wirken? Was muss ich bei vermeidenden Tendenzen bedenken? Wo muss ich Anpassungen vornehmen, wenn häufig desorganisiertes Verhalten auftritt?
Sie wurden in Zusammenarbeit mit zwei Studentinnen der Heilpädagogik, Jennifer Schumacher und Katharina Roten, entwickelt und im Rahmen ihrer Masterarbeit erfolgreich getestet.
Die aktuelle Beta-Version und einen 18-seitigen kostenlosen Auszug mit Bindungsinfos und 6 Beispielkarten gibt es über den untenstehenden Link. Bitte reinschauen! Wir freuen uns über Feedbacks!
https://bondingboard.com/karten
Februar 2024 – Spenden für Psychotherapie in Afrika:
Meine Tochter Carole ist seit Sommer 2023 in Rwanda. Noch immer sind die psychischen Folgen des Genozids von 1994 zu spüren, so auch in ihrer Arbeit als Psychotherapeutin im gut etablierten, von Lokalen aufgebauten Counseling-Team von Solidminds in Kigali. Nach Stationen in ambulanten und stationären Einrichtungen in der Schweiz und einem Praktikum in der TraumaClinic in Kapstadt, ist dies eine weitere herausfordernde und befriedigende Stelle.
Materiell ist der Dienst weniger gut ausgestattet, als wir uns dies gewohnt sind. Gefragt sind nonverbale oder englischsprachige Spiele, Therapie-Materialien und -karten, oder auch annähernd nonverbale Tests auf Deutsch, wie d2 oder FEW. Wer etwas anzubieten hat, kann ihr gerne per Mail an carole.steinke(ät)solidminds(punkt)rw eine Kurzinfo senden, am besten mit Kiloangabe, denn wir sammeln alles hier in Luzern, um es Besuchenden mitgeben zu können. Natürlich sind auch Geldspenden über unseren Shop willkommen, mit dem Vermerk ‚Rwanda‘, die für den Kauf weiterer Materialien und Therapiekosten eingesetzt werden.
Um Anschlussfragen vorwegzunehmen: Carole’s Mann, Damian, ist bei FairCapital, einem StartUp um Kredite für FairTrade-Bauern, engagiert. Da könnte man auch investieren… 🙂 …
Links dazu: https://solidminds.rw https://faircapital.ch/ https://bondingboard.com/shop
Januar 2024 – Neues Video-Tutorial auf Youtube:
Nun gibt es auf unserem Youtube-Kanal ein längeres Tutorial zum Bindungsbrett. Im 25 Minuten-Video „Das Bindungsbrett: Inhalt und Nutzung“ werden alle Materialien, die sich in der umfangreichen Box befinden, gezeigt und erklärt. Graue, farbige, kleine und magische Figuren, die Symbolsteine, Emotionsringe, Balken, Pfeile, Tiere und natürlich auch das Spielbrett. Bei den meisten Materialien wird zudem kurz simuliert, wie sie im Beratungsgespräch eingesetzt werden können.
Als Einsteiger:in beginnt man meist simpel mit zwei bis drei Figuren. Das ist überschaubar und bietet doch schon viele Möglichkeiten. Es ist aber gut, wenn man alle Möglichkeiten kennt, denn so baut man die Palette ganz natürlich allmählich aus.
Zum neuen Video: https://www.youtube.com/watch?v=Ee7UHGlQjUY
Zum Kanal: https://youtube.com/@bondingboard
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